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Informationen zu unserem Reisemobil
Flyer für unseren Weinsberg Meteor, den wir auch mal an Freunde ausleihen.
Flyer Reisemobil.pdf
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Unser Reisemobil steht auch zur Nutzung zur Verfügung.

30. Dezember

Am heutigen Tag hat sich nunmehr das Ereignis eingestellt, auf das wir die ganze Zeit gewartet haben: Unser lieber Vati ist heute Morgen verstorben. Im Alter von 91 Jahren gab es keine Chance mehr, dem Krebs etwas entgegen zu setzen. Er ist friedlich eingeschlafen und hat uns so viel hinterlassen, von dem wir noch eine Ewigkeit zehren werden. Seien es die vielen schönen Stunden auf den Campingplätzen, die Ausflüge in die nahe und ferne Umgebung oder die vielen Erinnerungen mit Freundinnen und Freunden, die ohne unseren Vater nur halb so schön gewesen wären. Es gibt für uns nun eine Menge aufzuarbeiten um die würdige Nachfolge zu übernehmen. 

Wir hoffen, dass uns das Jahr 2019 besser empfängt als das Jahr 2018 uns verlässt.

28. Dezember

Vati ist noch am Leben. Was keiner von uns erwartet hatte, ist nunmehr eingetreten: Wir haben Weihnachten in der Wohnung meines Vaters zugebracht. Auch wenn er nicht mit am Tisch saß, so waren wir zusammen. Seit einer Woche liegt er nun nur noch im Bett. Er wird immer schwächer und am gestrigen Abend fing er auch an, phantastische Sätze von sich zu geben. Erinnerungen von früher paaren sich mit Ereignissen aus neuerer Zeit, ergeben manchmal einen Sinn, manchmal nicht. Wir müssen weiter abwarten, wie lange der Zustand noch so anhält. Wir wollen jedoch alle ein Ende. Wir wissen nur nicht, wann und wie es kommt. Wir bereiten uns jedoch darauf vor, dass wir nun auch Silvester zusammen verbringen werden und müssen dann weiter sehen. Am 2. Januar muss ich aber erst einmal die Arbeit aufsuchen, um weiter zu entscheiden, wie es auch dort weiter gehen kann. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Euch einen schönen und unbekümmerten Jahreswechsel.

18. Dezember

Ist es wirklich wahr, dass nun bereits der dritte Advent hinter uns liegt und das Weihnachtsfest vor der Tür steht? Unser Vati lebt noch. Das ist wohl wirklich ein Wunder, mit dem wir alle nicht so richtig gerechnet haben, und mit dem wir auch weiter schwer umgehen können. Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen, dass wir unseren Vati so schnell wie möglich los werden wollen, die Prognosen vor etwa 4 Wochen sahen aber vollkommen anders aus. Und Vati ist selbst über sich erstaunt. Selbst seine Hausärztin wundert sich weiterhin über ihren Patienten. 

Wir haben nach wie vor unseren 24-Stunden-Pflegeeinsatz in Ludwigsfelde und gehen jedes Mal mit gemischten Gefühlen daran. Wie wird heute der Zustand sein, schafft er es noch, morgens auf die Toilette zu gehen, obwohl er immer schwächer wird? Kann er noch etwas Essen und Trinken? Und immer wieder werden wir überrascht, dass es noch geht.

Alle anderen Dinge sind im Augenblick hinten angestellt. Drückt uns mal die Daumen, dass wir in die Weihnachtstage mit einem ruhigen Gewissen gehen können.

Wir sind jedenfalls auf alles gefasst.

9. Dezember

Wieder einmal waren wir für 24 Stunden bei unserem Vati und haben ihn so gut es ging betreut. Es ist für uns im Augenblick nicht besonders leicht, außer für unseren Vati, noch weitere Dinge zu bestreiten. Daher ist auch in diesem Tagebuch sehr wenig zu lesen. Dennoch möchte ich euch mitteilen, dass unser Vati immer noch da ist, jedoch von Tag zu Tag dünner wird. Dennoch ist es fast wie ein Wunder, dass er selbstständig aufsteht, die Toilette aufsucht und sogar an den Mahlzeiten teilnimmt. Wir sind froh, wenn er das von uns gereichte, meistens Suppen oder einfache Speisen, ein wenig kostet. Denn Essen sieht anders aus. Auch das Trinken ist nur in minimalen Dosierungen möglich. Aber selbst seine Hausärztin wundert sich über seinen Zustand und hat ihre Prognose der Lebensdauer noch nicht konkret darstellen können. Eigentlich war es schon so, dass wir von ein paar Tagen ausgegangen sind und nun haben wir schon fast die vierte Woche mit ihm hinter uns. Er selbst hat bereits mit seinem Leben abgeschlossen und weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Wir hoffen jedoch, dass er friedlich einschläft oder vielleicht doch noch (was eher unwahrscheinlich ist) wieder auf die Beine kommt. Wir können im Moment nur abwarten und unsere Hilfe anbieten. Das tun wir aber gern. Eine andere Art der Pflege kommt für uns jedenfalls nicht in Frage.

Wir wünschen euch jedenfalls eine schönere Vorweihnachtszeit, als wir sie im Augenblick durchmachen.